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Das Berater-Laufband: Wenn Berater und Trainer auf der Stelle treten

Wenn wir in der Beratung für unsere Klienten immer bessere, wertvollere und damit zunehmend größeren Nutzen bewirkende Leistungen erbringen wollen, müssen wir uns kontinuierlich weiterentwickeln.

Arroganz durch Entwicklungsstau

Wer das nicht tut, entwickelt nicht nur eine sehr einseitige Sicht auf die Dinge, sondern wird mit der Zeit auch dogmatisch, engstirnig und beschneidet sich damit selbst in seinem Erfolg. Denn alles ist relativ!

Es gibt nicht „die“ richtigen Wege oder Lösungen. Die Dinge können immer auch andere Ursachen haben, andere Wege zum Ziel können eher angebracht sein. So sieht der Coach in allem ein Führungs- oder Persönlichkeitsthema, der Prozessberater ein Ablaufproblem. Es könnte jedoch das eine, das andere oder auch ein Drittes sein.

Mich nerven Berater, die der Meinung sind, den Königsweg gefunden zu haben. Das ist arrogant und verhindert, dass für den Kunden die beste Lösung gefunden wird. Es hilft enorm, gänzlich unterschiedliche Disziplinen in völlig verschiedenen Kulturen, Ländern und Arten von Organisationen zu erleben und so eine Vielfalt an Sichtweisen auf dieselben Themen zu entwickeln, um im Zweifelsfall entscheiden zu können, ob es sich hier wirklich um ein Prozessproblem, ein Persönlichkeitsthema oder ein Strukturproblem – oder was auch immer – handelt, und es dann im Sinne des Klienten optimal anzugehen. Das erfordert eine sehr ergebnisorientierte Denkweise, die so ganz anders ist als die von uns so geliebten Vorgehensweisen und Methoden, die „Wie“-Material und damit von sekundärer Bedeutung sind.

Alle drei Jahre häuten

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Wer heute noch das Gleiche wie vor drei Jahren macht, läuft Gefahr, genau solch ein Berater oder Trainer zu werden: Arrogant und mit verstelltem Blick wird jedes wie auch immer geartete Problem stets mit demselben Hammer bearbeitet. Auch wenn eigentlich ein Schraubenschlüssel oder eine Zange das in diesem Fall angebrachte Werkzeug wäre. Höchste Zeit, sich etwas für den nächsten Entwicklungssprung zu überlegen! Wo auch immer Ihr derzeitiger Beratungsschwerpunkt liegt, was Ihr Markt und Ihre Positionierung ist: Denken Sie in Ruhe über einige zentrale Entwicklungsfragen nach:

  • Mache ich inhaltlich das Gleiche wie vor drei Jahren? Wenn dem so ist: Was interessiert mich an weiteren Themen? Denken Sie über Ihr Angebot nach und trauen Sie sich, Ihnen völlig unbekanntes Terrain zu betreten!
  • Sind meine Kunden noch immer dieselben wie vor drei Jahren? Sind es dieselben Unternehmen, oder ist es dieselbe Branche? Welche anderen Unternehmen und Branchen interessieren mich noch?
  • Sind meine Auftraggeber immer noch dieselben wie vor drei Jahren? Wenn ja: Warum sollte nicht ein CFO oder der Leiter der Entwicklung von einer Zusammenarbeit mit mir profitieren? Denken Sie also auch über neue Zielgruppen nach.

Anschließend legen Sie sich einen Plan zurecht: Beschaffen Sie sich einen halben Meter hohen Stapel einschlägiger Literatur, arbeiten Sie Case Studies zu diesem Bereich durch, erweitern Sie Ihr Angebot und bringen Sie es an den Markt. Fordern Sie sich – zum Nutzen Ihrer Klienten und zu Ihrem eigenen Fortkommen.

Mehr Unabhängigkeit

Wenn man sich strategisch als Berater derart fordert, liegt ein nicht zu unterschätzender Vorteil – neben der Tatsache, dass wir für unsere Klienten immer wertvoller werden – darin, dass wir an Unabhängigkeit gewinnen. Wer weiß, wie Coaching geht, wie Prozessstrukturen in unterschiedlichen Branchen zu optimieren sind, und nachweisen kann, erfolgreiche Innovationsschübe mitgestaltet zu haben, der wird sich nie wieder Sorgen darüber machen müssen, keine Aufträge mehr zu bekommen. Zu breit ist das eigene Spektrum, zu unabhängig die Denkweise und die Einstellung. Diese Berater sind weit davon entfernt, ein „One-Trick Pony“ zu sein, das beispielsweise nur das Gebiet der Vertriebsberatung beherrscht.

Damit einhergehend entwickelt sich ein ausgeprägter Selbstwert, und die Gelassenheit und die Souveränität nehmen stetig zu. Sie empfinden keinen Stress mehr, vor allem keinen emotionalen Stress, der mit Selbstzweifeln verbunden ist.Dem überaus wichtigen Thema der Entwicklung widme ich mich eingehend im Rahmen meines Self-Esteem-Workshops, denn Selbstwert ist der Hebel für echte Erfolgssprünge in der Beratung! Hier können Sie sich jetzt zu dem Workshop anmelden.

Eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit bei derartigen Entwicklungssprüngen ist für viele Berater das sogenannte Hochstapler-Syndrom. Diesem sehr spannenden Thema widme ich mich in der kommenden Woche. Bleiben Sie mir treu!

Ihr Matthias Kolbusa

 

 

 

 


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