Die Etablierung der richtigen Erfolgsgewohnheiten - ConsultingMastery

Die Etablierung der richtigen Erfolgsgewohnheiten

Wovon hängt es ab, ob wir als Berater dauerhaft erfolgreich sind? Davon, dass wir unsere Projekt erfolgreich machen? Ja, das ist eine notwendige Bedingung!

Denn wir müssen echten Mehrwert liefern, sonst sind wir unser Geld nicht wert. Aber es ist eben nur die Pflicht, nur die Voraussetzung dafür, dass wir erfolgreich sind. Es ist keine hinreichende Bedingung.

Ich kenne viel zu viele Berater, die in dem, was sie machen, richtig gut sind!

Und dennoch sind sie nicht erfolgreich: Sie arbeiten viel zu lange mit bestehenden Klienten, wo sie längst Teil des Systems geworden sind und keine wirklichen Impulse mehr setzen, haben immer noch dieselben Themen wie vor 3 Jahren im Köcher und fangen an, das was sie machen, als „immer dasselbe“ zu empfinden.

Mögliche Folgen: Wir stumpfen ab, verlieren Momentum, entwickeln eigene „Spezialisten-Scheuklappen“ und werden auch manchmal arrogant, weil wir meinen verstanden zu haben was wahr ist bzw. „wie es geht“.

Sich kontinuierlich weiterentwickeln

Erfolg in der Beratung bedeutet für mich, sein Angebotsspektrum ständig zu erweitern und sich alle 3-5 Jahre auch komplett neu zu erfinden.

Sei es von den Angeboten her, sei es von der Art der Entscheider, mit denen man zusammenarbeitet, oder der Branche.

So fordern und fördern wir uns selber und werden für unsere Klienten immer wertvoller, weil wir Themen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten und an Reife zulegen.

Wir werden nicht zum „Fachidioten“, zum Spezialisten, sondern zum Generalisten, der wertvolle Impulse liefert,und haben selber Freude daran stets Neues zu lernen und das auch zu vermitteln.

Für uns selber entsteht daraus mehr Unabhängigkeit, ein Gefühl der inneren Freiheit.

Wir sind nicht abhängig von einer bestimmten Nische, einer bestimmten Branche oder wenigen „Stammkunden“.

Eine weitere Konsequenz: Unsere Beratung wird immer authentischer, wir versteifen uns nicht auf irgendwelche Vorgehensweisen.

Die hohe Bandbreite unserer Erkenntnisse und gesammelten Erfahrungen lässt uns nicht nur sagen, dass Methode Mittel zum Zweck ist, sondern wir leben dies tatsächlich.

Diese kontinuierliche Weiterentwicklung passiert entweder ununterbrochen in kleinen Stücken oder sie passiert nie!

Wir bleiben entweder in unserer Schublade stecken, entwickeln uns zwar durch weitere Erfahrungen und Fortbildungen in unserem Spezialgebiet weiter, aber der Grenznutzen wird bei gleich bleibendem Einsatz immer geringer.

Schreiben führt zum Erfolg

Wir müssen, wollen wir dauerhaft erfolgreich und zufrieden in diesem wunderbaren Beruf unterwegs sein, eigene Schlüsselgewohnheiten entwickeln, mit denen wir unseren Wirkungsradius in kleinen Schritten kontinuierliche ausdehnen.

Diese Schlüsselgewohnheiten sollten zu drei zentralen Dingen führen:

  • neuen Gesprächsinhalten bzw. Angeboten
  • immer neuen Gesprächspartnern bzw. Interessenten
  • mehr frei verfügbarer Zeit.

Die ersten beiden Punkte erfordern, dass wir über Zusammenhänge nachdenken. Und was ist besser dafür geeignet als seine Gedanken zu formulieren? Schreiben fordert und fördert das eigene Denken.

Wer schreibt denkt mehr nach, wer mehr nachdenkt schreibt mehr. Ein Engelskreislauf – um das Bild als Gegenstück zum Teufelskreislauf zu bedienen.

Daher ist eine Erfolgsgewohnheit das Schreiben: Und egal ob Sie erst einmal nur für sich selber schreiben oder auch für andere, indem Sie alle 2 Monate einen Newsletter herausgeben, wöchentlich etwas in Ihren Blog schreiben oder gar ein Buch veröffentlichen wollen: Es spielt keine Rolle!

Schreiben Sie – und zwar täglich!

Und wenn es für den Anfang nur 10 Minuten sind – egal! Setzen Sie sich morgens, bevor Sie Emails lesen oder sonst etwas tun, hin und schreiben Sie zu einer These oder einem Thema aus Ihrem Gebiet. Denken Sie beim Schreiben 10 Minuten lang darüber nach.

Machen Sie das täglich und sammeln Sie Ihre Notizen.

Es ist eine der wichtigsten Quellen unserer eigenen Entwicklung: Das Entwickeln eigener Ansätze, Thesen, Gedanken. Diese bringen Sie dann automatisch in Ihre Arbeit, Ihre Gespräche und Ihr Wirken ein.

Und wenn Sie Gefallen daran finden, dann bauen Sie die Gewohnheit auf 30 oder 45 Minuten aus – aber langsam!

Und Sie werden auf einmal Lust dafür entwickeln, weil Sie die Sicherheit haben, darüber zu veröffentlichen oder einen Vortrag darüber zuhalten.

Mit dieser Schreibgewohnheit ist es wie mit einem Sparbuch: Das bringt am Anfang gar nichts, aber nach gewisser Zeit ist man baff erstaunt, was sich da alles angesammelt hat.

Legen Sie los – morgen früh startet Ihre Schreibgewohnheit.

Der richtige Einstieg: Groß, Schnell oder beides?

Es heißt in der Beratung hin und wieder, es sei genauso aufwendig ein Projekt mit 10 TEUR Umsatz zu akquirieren, wie eines für 100 oder 200 TEUR.

Das ist bedingt richtig. Je nachdem, was wir für einen „Brand“ und damit an Wahrnehmung und Reputation haben, mag das stimmen.

Für die meisten von uns geht es jedoch darum, die Kundenbasis erst einmal auszuweiten, vielleicht neue Branchen zu betreten oder auch auf Gebieten tätig zu werden, wo wir noch keine Erfahrung haben.

All dies ist wichtig, wollen wir uns kontinuierlich weiterentwickeln! Und da kann das eine oder andere kleinere Einstiegsprojekt durchaus hilfreich sein.

Unumstößlich ist es so, dass der Aufwand, der mit einem 100 TEUR Projekt verbunden ist, längst nicht ein Faktor 10 eines 10TEUR-Projekte ist.

Das heiß, das Aufwands-/Nutzenverhältnis nimmt exponentiell mit der Größe des Projektes zu!

Daher ist es per se natürlich klüger, im eigenen und im Sinne des Klienten eher 6-stellige Projekte zu realisieren.

Doch wie gesagt – um sich zu entwickeln, spricht nichts gegen ein kleines 5-10 EUR Projekt.

Vorausgesetzt, Sie beachten auch dabei Value-Based-Fees und verfallen in keine Tagessatz-Denke.

Neue “Pflänzchen” setzen

Es wäre daher konsequent, von kleineren Projekten, die Grenze ist da persönlich zu setzen, die Finger zu lassen. Meine Grenze liegt hier an sich bei 50 TEUR.

Dennoch habe ich mich gerade die letzten zwei Monate einmal auf ein 12 TEUR und einmal auf ein 30 TEUR-Projekt eingelassen. Warum?

Bei dem 12 TEUR Projekt handelte es sich um einen Mittelständer, wo ich mir sicher war diesem bei vielen Themen massiv helfen zu können, der aber den Nutzen für sich noch nicht sah.

Wichtig: Kunden wissen zwar meist was sie wollen, aber selten was sie brauchen!

Also habe ich mir gesagt: Komm mach einen Projekt-Check-up für 10 TEUR und er wird sehen was alleine das bringt.

Manchmal müssen wir die Dinge kontinuierlich, langsam entwickeln. Daher ist es auch so wichtig, (potentiellen) Klienten immer Optionen anzubieten!

Und bei den 30 TEUR handelte es sich um einen Beratungsansatz, den ich so noch nie praktiziert habe. Etwas Neues für mich und das noch dazu in einer Industrie, in der ich bisher noch nicht tätig war.

Das war’s mir wert, hier etwas Neues „ausprobieren“ zu können, neue Dinge zu sehen und dazuzulernen.

Ich weiß heute noch nicht, was sich aus beiden neuen Klienten ergibt. Aber mein Gefühl sagt mir, dass es richtig war, das zu machen.

Wissen werde ich es erst im Nachhinein. Aber um uns zu entwickeln müssen wir Dinge ausprobieren!

Müssen uns neue Angebote überlegen, die in den Markt bringen und testen ob wir damit wirklich massiven Mehrwert generieren?

Um dann dazu zu lernen und die Sachen weiter zu entwickeln. Klar werde ich weiterhin auch meine Strategie- und Veränderungsprojekte für 6-stellige Beträge machen.

Aber nur aus neuen„Pflänzchen“ können die großen Projekte von morgen entstehen.

Welche neuen Pflänzchen wollen Sie die kommenden Monate setzen? Was sind Themen in denen Sie echten Mehrwert leisten können aber noch nicht mit unterwegs sind?

Wie kann ein „Einstiegsangebot“ dafür aussehen?

Wie müssten Sie das Angebot formulieren, um es bei Stammkunden, bei denen Sie bereits andere Dinge machen, zu platzieren?

Fangen Sie an, Neues klein in den Markt zu bringen und pflanzen Sie so die Setzlinge Ihres Erfolges von Morgen!

Ich weiß heute noch nicht, was sich aus beiden neuen Klienten ergibt. Aber mein Gefühl sagt mir dass es richtig war, das zu machen. Wissen werde ich es erst im Nachhinein. Aber um uns zu entwickeln müssen wir Dinge ausprobieren!

Nicht gegen, sondern mit dem Leben arbeiten

Müssen wir uns quälen um voran zu kommen? Ist Disziplin wirklich so entscheidend und steht Sie im Widerspruch zu Leichtigkeit? Ich würde sagen manchmal ja, manchmal nein.

Es hängt davon ab, wie gut wir gerade in der Lage sind, mit dem Leben „zu schwingen“. Was meine ich damit? Es gibt Tage, Wochen aber eben auch Jahre, da sind wir eher leicht, beschwingt und auch sehr produktiv.

Und es gibt andere Tage, andere Jahre: Da will es nicht wirklich laufen und es fällt uns schwer, das zu leisten, was wir gerne leisten würden.

Die Frage ist, wie gut unser Gespür für uns selber ist und wie ausgeprägt auch unser Urvertrauen ist, dass wir schon zur rechten Zeit die rechten Dinge tun werden?

Ich habe mich über Jahre, gar Jahrzehnte, an vielen Tagen meines Lebens dazu diszipliniert, das zu tun, was ich für richtig, für notwendig gehalten habe.

Vom Verstand her: Jenes oder solches Ziel war gesetzt, dies und das ist dafür zu tun und egal ob mir nun danach war oder nicht – es wurde erledigt! Es war so geplant!

Hat es mich voran gebracht? Durchaus.

War es ein Genuss, eine Freude? Häufig nicht wirklich.

Ist es das wert: nein! Vor allem weil ich für mich selber erfahren durfte, dass nicht nur der Energieaufwand enorm hoch war, die Überwindungskraft, das Durchhaltevermögen bis es endlich vollbracht war.

Nein, auch die Ergebnisse waren eher schlecht! Ich habe damit aufgehört.

So war bspw. das erste Halbjahr 2015 eines, das bei mir eher durch Unlust, Müdigkeit und der Sehnsucht nach Erholung geprägt war.

Ich gab dem trotz ehrgeiziger Jahresziele Raum: Ich habe Projekte nicht akquiriert, die ich an sich hätte gewinnen können (wenn ich mich gezwungen hätte), habe weniger geschrieben als ich wollte usw.

Früher hätte ich alleine aus Angst heraus all das getan und mich gezwungen. Disziplin wäre eine Qual gewesen.

Aus einer diffusen Vorstellung und Sorge über eine zu vage Zukunft wäre ich zum Getriebenen geworden.

Nach dem Sommer trat eine Phase ein, ab der mir Disziplin leicht fiel. Selbst Montagmorgen um 4:30 Uhr, um den Flieger um 6:30 Uhr nach München zu bekommen, braucht keine Überwindung, und jede freie Zeit nutze ich mit Genuss, um zu schreiben oder um mir meine Klienten Gedanken zu machen.

So ist das eben: Das Leben ist keine Linie sondern ein Auf und Ab.

Wir sind gut beraten zu spüren, wo wir uns gerade befinden und unserer Intuition Raum zu geben. Trauen Sie sich und hören Sie auf gegen das Leben zu arbeiten.

Nicht Quälen, sondern Handeln durch Nicht-Handeln, wie es die Taoisten nennen.

Was nichts mit Bequemlichkeit zu tun hat, sondern dem Wissen, dass man zur richtigen Zeit die richtigen Dinge tun wird. Und dies dann mit voller Energie!

Tipps zu diesem Artikel:

Fordern Sie hier das Fragen-Set an.

Beiträge zum Thema “Im Projekt” finden sich hier. Weitere zusätzliche Artikel zum Thema “Projekt Performance verbessern” finden Sie hier. Artikel zum Thema “Marketing-Sales-Vertrieb” gibt es hier.

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