Zehn zentrale Werte für den Erfolg als Berater - ConsultingMastery

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Zehn zentrale Werte für den Erfolg als Berater

Viele Berater sind der Meinung, Erfolg oder Misserfolg zu haben, hänge vom richtigen Angebot, den besseren Methoden oder den ausgefeilteren Vertriebstools ab. Das alles spielt sicherlich eine Rolle, jedoch erst in zweiter Linie. In erster Linie geht es um Ihren Wesenskern als Berater: Ist dieser nicht genügend ausgebildet und gefestigt, können die Angebote, Prozesse und Methoden noch so gut sein, Sie werden Ihr Potenzial nicht ausschöpfen und keinesfalls den Erfolg haben, den zu erreichen Sie in der Lage sind.

Zwei Aspekte kennzeichnen den maximalen Erfolg als Berater und lassen Sie erkennen, dass Sie den „Beraterolymp“ erreicht haben:

  1. Sie sind zum „Trusted Advisor“ Ihrer Klienten geworden. Das heißt, diese suchen Ihren Rat, weil sie wissen, dass Sie stets im besten Interesse Ihrer Kunden denken, argumentieren und handeln und nicht in Ihrem eigenen!
  2. Sie liefern hochgradig effektiv und effizient Mehrwert für Ihre Klienten – ohne unnötigen Aufwand und so rasch wie möglich!

Diesen Olymp erklimmt nur, wer ein klar definiertes Wertesystem hat und sich diesem entsprechend verhält. Jeden Tag muss man immer wieder aufs Neue versuchen, diesen selbst gesetzten Ansprüchen gerecht zu werden, wohl wissend, dass es nie hundertprozentig gelingen wird. Doch Stück für Stück wird die Persönlichkeit entsprechend geprägt und von anderen zunehmend als wertvoll und aufrichtig empfunden.

Wer nun meint, irgendwann „damit fertig zu sein“, ist entweder arrogant oder wahrhaftig erleuchtet. Letzteres ist jedoch bekanntlich äußerst selten der Fall.

Welche Werte sind es, über die ich mir als Berater einmal in Ruhe Gedanken machen sollte, weil sie tatsächlich einen Unterschied bewirken? Und um anschließend zu versuchen, sie konsequent zu leben. Denken Sie über diese Frage eingehend nach! Übrigens ist dies auch einer der zentralen Punkte in meinem Self-Esteem-Workshop, denn wer bezüglich seiner Persönlichkeit gewinnt, legt an Selbstwert zu und wird automatisch attraktivere Projekte akquirieren und rentabler in deren Abwicklung.

Die Werte, die ich in diesem Zusammenhang für relevant halte, sind die folgenden (diese Aufzählung ist mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

  1. Würde
    Mein Verständnis von Würde wurde nachhaltig durch Immanuel Kant geprägt: Würdelos, sagt er, handelt ein Mensch, wenn er andere ausschließlich als Mittel zum Zweck ansieht. Betrachten Sie Ihre Mitarbeiter nur als Mittel zum Zweck? Dienen Ihre Kunden lediglich dazu, Ihren Kühlschrank zu füllen?
  2. Mut
    Mut bedeutet für mich, das Richtige zu tun oder zu sagen. Doch was ist das? Das Richtige ist das, was mehr Menschen nützt als schadet. Mache ich also in einem Meeting den Mund auf und stelle einige Dinge klar, selbst wenn sie für meinen Auftraggeber unangenehm sind, aber zur Sprache gebracht werden müssen? Kann das möglicherweise mir selbst schaden? Oder stehe ich zu meiner Meinung und scheue nicht die Konfrontation mit zwei wichtigen Programmleitern, weil das meiner Ansicht nach für das Gelingen des Projektes notwendig ist? Oder will ich einfach nur „gefallen“ und ein bequemes Leben haben? Es geht nicht darum, zu gefallen! Es geht darum, anerkannt und respektiert zu werden!
  3. Vertrauen
    Vertrauen bedeutet das Eingehen des bewussten Risikos, verletzt oder enttäuscht zu werden. Wer vertraut, kontrolliert nicht. Ich versuche stets, den Menschen, mit denen ich zu tun habe, maximal zu vertrauen, jedoch ohne naiv zu sein. Wenn ich also eine Vereinbarung im Verlauf eines Projektes treffe, vertraue ich darauf, dass die Dinge pünktlich zum verabredeten Workshop geliefert werden. Ich renne nicht den Beteiligten hinterher, kontrolliere alles Mögliche und produziere dadurch unnötige Komplexität. Wer wenig Komplexität wünscht, muss maximal vertrauen. Wenn dieses Vertrauen jedoch missbraucht wird, muss man den Schneid haben, das anzusprechen und die Dinge zu klären. Wenn beispielsweise zwei Teilnehmer eines Workshops nicht das gemacht haben, was vereinbart war, sage ich ihnen Folgendes: „Ich bin enttäuscht von Ihrem unzuverlässigen Verhalten. Wenn Sie das nicht abstellen, werden wir nicht produktiv miteinander arbeiten können.“
  4. Offenheit
    Bin ich offen für andere Ansichten und Einschätzungen? Gerade bei wichtigen Dingen, bezüglich derer ich eine klare Meinung habe? Versuche ich wirklich, die Haltung einzunehmen „Vielleicht hat der andere ja recht“ und ihre oder seine Sichtweise nachzuvollziehen? Oder halte ich einfach nur so lange den Mund, bis ich endlich sagen kann, was mir durch den Kopf geht, und diskutiere wie im Kindergarten über „richtig“ und „falsch“. Reife Offenheit kennt kein „richtig“ oder „falsch“, sondern nur gemeinsamen Erkenntnisgewinn.
  5. Geschwindigkeit
    Hier bewegen wir uns auf dem schmalen Grat zwischen Umsichtigkeit und Fahrlässigkeit. Versuche ich wirklich, bei allem so schnell wie möglich zu sein? Im Kleinen: Bemühe ich mich, bei einem Meeting oder Workshop bereits nach der Hälfte der Zeit fertig zu sein und sicherzustellen, dass alle Beteiligten ihre Aufgaben erfüllen, damit keine Zeit vergeudet wird? Oder gebe ich mich einfach dem Fluss der Dinge hin? Im Großen: Setze ich alles daran, das gesamte Projekt schneller durchzuziehen als geplant, indem ich auf alles verzichte, was dazu nicht wirklich notwendig ist? Und glauben Sie mir: Von diesen unnützen Dingen gibt es eine ganze Menge!
  6. Demut
    Empfinde ich eine aufrichtige Dankbarkeit für das, was ich tun darf? Auch wenn es ab und zu mit Widrigkeiten verbunden ist. Frage ich, was das Leben für mich tun kann? Oder geht meine Frage vielmehr dahin, was ich für das Leben tun kann? Der österreichische Neurologe und Psychiater Viktor Frankl hat es auf den Punkt gebracht, als er sagte, dass es nicht darum geht, den Sinn des Leben darin zu suchen, was wir noch vom Leben zu erwarten haben, sondern die Aufgaben zu erfüllen, die einem das Leben stellt.
  7. Verlässlichkeit
    Verlässlich zu sein bedeutet, getroffene Vereinbarungen einzuhalten oder diese rechtzeitig neu zu verhandeln. Im Kleinen: Wenn ich zu einem Termin fünf Minuten später kommen werde und das vorher absehen kann, gebe ich Bescheid! Im Großen: Wenn ich weiß, dass das benötigte Konzept nicht bis Freitag fertig wird, teile ich das den Betroffenen mit und sitze nicht mit etwas Halbfertigem in der Besprechung. Lebe ich diesen Wert auch im Umgang mit anderen, insbesondere den Mitarbeitern des Kunden oder dem Auftraggeber? Spreche ich Unzuverlässigkeit klar und unmissverständlich an, ohne dabei unhöflich zu werden? Habe ich den Mut dazu, weil ich weiß, dass das Miteinander dann wesentlich produktiver ausfällt?
  8. Disziplin
    Disziplin bedeutet nichts anderes, als verlässlich gegenüber sich selbst zu sein. Wer als Berater – oder was auch immer – ein stressfreies Leben führen möchte, erreicht dies nur, wenn er sich eine kluge Struktur gibt: Was sind die Regeln, an denen ich mein Verhalten und Tun ausrichte? Welche Gewohnheiten möchte ich mir aneignen? Habe ich diese Fragen für mich geklärt, halte ich mich eisern an die daraus abgeleiteten Regeln und Gewohnheiten! Und auf einmal erlebe ich Flow und Produktivität. For free? Nein! Disziplin ist anstrengend, denn sie verlangt, das zu tun, was notwendig beziehungsweise richtig ist, wie man vorher beim Nachdenken darüber erkannt, aber wozu man gerade jetzt keine Lust hat. Es gilt, sich zu überwinden. Das kann auch einmal bedeuten, sich dazu zu zwingen, einen Tag lang nichts zu tun, weil das die eigene kluge Struktur fordert. Ob das einfach ist? Nein!
  9. Zeit
    Sie ist das wertvollste Gut, über das wir verfügen. Lebe ich dieser Erkenntnis entsprechend, oder verplempere ich meine Zeit und die von anderen, indem ich mir eine Serie nach der anderen im Fernsehen ansehe, mich anderen in Besprechungen gegenüber auslasse über Dinge, die bereits geklärt oder überflüssig sind, und so weiter?
  10. Konsequenz
    Lebe ich meine Werte konsequent? Stehe ich wirklich zu ihnen? Weiß ich, dass ich voller Schwäche bin und dass das menschlich ist, und gebe dennoch nicht auf, an mir zu arbeiten? Jeden Tag? Konsequent zu sein bedeutet nicht, hart zu sein.

Viel Freude beim Nachdenken und der Entwicklung Ihrer Beraterpersönlichkeit!

Wenn Sie sich auf diesem Gebiet wirklich fordern und an sich arbeiten möchten, melden Sie sich unbedingt für die CM-Akademie an, sie ist das Entwicklungsevent für Berater, Coaches und Trainer – unabhängig von dem Erfolgsniveau, auf dem Sie sich befinden.

Ihr Matthias Kolbusa

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